Update fürs Zinkenfräsen

Im Grunde war ich bisher mit meinem Zinkenfräsgerät (Trend FD 300) sehr zufrieden. Auch die Teilnehmer vieler Oberfräsenkurse konnten damit ansehnliche Verbindungen herstellen. Das bedeutet aber nicht, dass man es nicht noch im Detail verbessern könnte. Und das ist nicht einmal so schwer.

Mehr Druck aufs Holz

Einige Kursteilnehmer taten sich mit den Sternschrauben zum Klemmen der Werkstücke schwer. Man braucht schon viel Kraft um die Brettchen so fest zu bekommen, dass sie beim Fräsen nicht verrutschen.  Die Sterngriffe habe ich nun gegen Klemmhebel ausgetauscht. Dazu muss man aber die Schrauben mit Sterngriff gegen Gewindestangen tauschen. Die Stangen werden mit zwei Muttern gesichert.

Dabei stellte ich auch fest, dass die eingepressten Gewindebuchsen teilweise locker waren. Das Problem ist durch die gekonterten Gewindestäbe aber auch behoben. Ich habe die Gewindestäbe so eingestellt, dass Werkstückdicken von 15 bis 25 Millimetern möglich sind. Für dickere Werkstücke müsste man die Gewindestangen verstellen.

Für Materialstärken von 15 bis 25 Millimetern

Mehr Grip durch frisches Schleifpapier

Die Unterseite der Druckbalken ist mit Schleifpapier belegt. Das soll dem Rutschen der Werkstücke entgegenwirken. Das machen auch andere Hersteller so. Mit den Jahren hat sich das Schleifpapier einfach abgenutzt. Es wurde daher gegen neues Gewebeband Korn 60 getauscht.

Schablone ohne Bissspuren

Mit der Zeit bekam die Schablone mehrmals Kontakt mit einem laufenden Fräser. Die Form der Schablone hat dabei zwar keinen Schaden genommen, aber hier und da hakt es schon beim Abfahren der Kontur. Die Schablone für halbverdeckte Zinken 12,7mm habe ich als Ersatzteil bestellt und ausgetauscht. Vor dem Einbau der neuen Schablone habe ich sie noch ein wenig besser entgratet und die Oberfläche fein (Korn 1000) geschliffen. Darauf lässt sich die Fräse nun viel besser führen.

Fein geschliffen für einen guten Rutsch

Metall statt Plastik

Die beiden Flügelmuttern zur Befestigung der Schablonen sind im Lieferzustand aus Kunsstoff mit eingesetzter Sechskantmutter. Das hat nicht gut gehalten. Daher wurden sie gegen M6 Flügelmuttern (amerikanische Form) getauscht.

Jetzt klemmt wieder alles richtig.

So ist das Zinkenfräsgerät jetzt wieder fit für die kommenden Jahre. Die Renovierung dauerte nur knapp eine Stunde und die Kosten waren überschaubar. Vor allem die Klemmhebel stellen einen enormen Komfortgewinn dar. Ich kann den Umbau auf Klemmhebel jedem Empfehlen, der dieses Zinkenfräsgerät benutzt.

Mein “neues” Zinkenfräsgerät.

Stückliste

  • 4 Stk. Klemmhebel M8, Hebellänge 85mm (Bezugsquelle: aluspezi.de)
  • 4 Stk. Gewindestab M8, Länge 110 mm
  • 8 Stk. Mutter M8
  • 4 Stk. Unterlegscheibe 8,4 x 30 x 2
  • 2 Stk. Flügelmutter M6 amerikanische Form
  • Ein Bogen Gewebe-Schleifpapier Korn 60
  • Doppelseitiges Klebeband