Bosch Oberfräse auf Trend Zinkenfräsgerät

Viele Kursteilnehmer haben bei mir bereits das Zinkenfräsgerät von Trend ausprobieren können. Bisher habe ich als Fräse immer eine Perles OF3 darauf benutzt. Aber nicht jeder möchte gleich eine extra Fräse nur fürs Zinkenfräsen anschaffen. Bosch Oberfräsen werden zurecht immer beliebter, daher habe ich einen Versuch gestartet, ob beispielsweise die Bosch GOF 1250 auf dieses Gerät passt.

Der Kopierring von Trend, der zum Fräsen von HAlbverdeckten Zinken gedacht ist hat einen Außendurchmesser von 15,8 Millimetern. Von Bosch gibt es einen Kopierring mit dem Außenmaß von 16 Millimetern. Der passt auch noch in die Zwischenräume der Schablone. Er ist aber zu hoch und muss gekürzt werden.  Dabei sollte die maximale Länge, also die Stärke der Schablone auch ausgenutzt werden. Ein zu kurzer Kopierring hat keine so gute Führung.

So passt der Kopierring

Ich habe mir auch nach dem bereits erprobten Schema (Alles mit System -Seitliche Absaughaube) eine Absaughaube für die GOF 1250 gebaut. Die Frästiefe kann mit 13,5 Millimetern nach Anleitung eingestellt werden. Das geht mit der GOF 1250 besonders bequem und genau. Die Zinken passen. Das Trend FD 300 kann also auch mit einer 16-Millimeter-Kopierhülse benutzt werden.

Trend Fräsgerät mit Bosch Oberfräse

Und wenn man keine passende Kopierhülse für seine Fräse findet?

Nicht für alle Fräsen gibt es eine Kopierhülse mit dem passenden Außendurchmesser. Aber auch das ist kein Problem. Es gibt Universal-Adapterplatten von unterschiedlichen Herstellern.  Etwas komfortabler scheint mir aber die Lösung von Leigh zu sein:

Leigh ist ein Hersteller hochwertiger Zinkenfräsgeräte. Von diesem Hersteller gibt es für alle möglichen Fräsen passende Kopierringe, in die man dann die sogenannten “Porter Cable Kopierhüsen” einsetzen kann. Ich selbst habe damit allerdings noch keine Erfahrung gemacht.

Die Leigh-Adapter kann man beim deutschen Vertrieb bestellen:  http://www.leigh.de/

Oder bei Axminster:

http://www.axminster.co.uk/leigh-adaptors-for-threaded-guide-bushes-ax20346

Dort findet man auch die passenden Kopierhülsen:

http://www.axminster.co.uk/ujk-technology-metric-threaded-guidebush-set-502571

 

 

Update fürs Zinkenfräsen

Im Grunde war ich bisher mit meinem Zinkenfräsgerät (Trend FD 300) sehr zufrieden. Auch die Teilnehmer vieler Oberfräsenkurse konnten damit ansehnliche Verbindungen herstellen. Das bedeutet aber nicht, dass man es nicht noch im Detail verbessern könnte. Und das ist nicht einmal so schwer.

Mehr Druck aufs Holz

Einige Kursteilnehmer taten sich mit den Sternschrauben zum Klemmen der Werkstücke schwer. Man braucht schon viel Kraft um die Brettchen so fest zu bekommen, dass sie beim Fräsen nicht verrutschen.  Die Sterngriffe habe ich nun gegen Klemmhebel ausgetauscht. Dazu muss man aber die Schrauben mit Sterngriff gegen Gewindestangen tauschen. Die Stangen werden mit zwei Muttern gesichert.

Dabei stellte ich auch fest, dass die eingepressten Gewindebuchsen teilweise locker waren. Das Problem ist durch die gekonterten Gewindestäbe aber auch behoben. Ich habe die Gewindestäbe so eingestellt, dass Werkstückdicken von 15 bis 25 Millimetern möglich sind. Für dickere Werkstücke müsste man die Gewindestangen verstellen.

Für Materialstärken von 15 bis 25 Millimetern

Mehr Grip durch frisches Schleifpapier

Die Unterseite der Druckbalken ist mit Schleifpapier belegt. Das soll dem Rutschen der Werkstücke entgegenwirken. Das machen auch andere Hersteller so. Mit den Jahren hat sich das Schleifpapier einfach abgenutzt. Es wurde daher gegen neues Gewebeband Korn 60 getauscht.

Schablone ohne Bissspuren

Mit der Zeit bekam die Schablone mehrmals Kontakt mit einem laufenden Fräser. Die Form der Schablone hat dabei zwar keinen Schaden genommen, aber hier und da hakt es schon beim Abfahren der Kontur. Die Schablone für halbverdeckte Zinken 12,7mm habe ich als Ersatzteil bestellt und ausgetauscht. Vor dem Einbau der neuen Schablone habe ich sie noch ein wenig besser entgratet und die Oberfläche fein (Korn 1000) geschliffen. Darauf lässt sich die Fräse nun viel besser führen.

Fein geschliffen für einen guten Rutsch

Metall statt Plastik

Die beiden Flügelmuttern zur Befestigung der Schablonen sind im Lieferzustand aus Kunsstoff mit eingesetzter Sechskantmutter. Das hat nicht gut gehalten. Daher wurden sie gegen M6 Flügelmuttern (amerikanische Form) getauscht.

Jetzt klemmt wieder alles richtig.

So ist das Zinkenfräsgerät jetzt wieder fit für die kommenden Jahre. Die Renovierung dauerte nur knapp eine Stunde und die Kosten waren überschaubar. Vor allem die Klemmhebel stellen einen enormen Komfortgewinn dar. Ich kann den Umbau auf Klemmhebel jedem Empfehlen, der dieses Zinkenfräsgerät benutzt.

Mein “neues” Zinkenfräsgerät.

Stückliste

  • 4 Stk. Klemmhebel M8, Hebellänge 85mm (Bezugsquelle: aluspezi.de)
  • 4 Stk. Gewindestab M8, Länge 110 mm
  • 8 Stk. Mutter M8
  • 4 Stk. Unterlegscheibe 8,4 x 30 x 2
  • 2 Stk. Flügelmutter M6 amerikanische Form
  • Ein Bogen Gewebe-Schleifpapier Korn 60
  • Doppelseitiges Klebeband

 

Das gefällt mir!

In letzter Zeit habe ich für die Kurswerkstatt einige neue Werkzeuge angeschafft, darunter auch einige Handwerkzeuge. Immer öfter greife ich hierbei zu Werkzeugen aus den USA un Kanada. Ganz konkret zu Lie-Nielsen und Veritas. Ich empfehle meinen Kursteilnehmern inzwischen auch gerne diese sogenannten “Premium Werkzeuge”, auch wenn die Anschaffungskosten hoch sind.  Der Preis ist angesichts der überragenden Qualität, der guten Ergonomie und der Robustheit schnell vergessen.

Ein paar neue Schärfwerkzeuge

Heute kam ein Paket mit einigen Werkzeugen an, darunter auch zwei Ziehklingen, die ich in Zukunft in einem neuen Kurs einsetzen möchte. Diese Ziehklingen sind ein gutes Beispiel dafür, was ich bei so manchem europäischen, asiatischen und auch deutschem Hersteller vermisse.

Ziehklingen von Lie-Nielsen

Eine Ziehklinge ist ein sehr einfaches Werkzeug, eigentlich nur ein Stück Blech. Aber dennoch, der amerikanische Hersteller Lie-Nielsen schafft es, aus diesem einfachen Werkzeug ein regelrechtes Erlebnis für den Anwender und Kunden zu machen. Zunächst einmal kommen zwei Ziehklingen als Set in einem passenden Umschlag. Darin sind dann die Ziehklingen einzeln in Schutzpapier verpackt. Eine Bedienungsanleitung liegt auch noch bei. Die Klingen selbst sind sehr sauber verarbeitet, die Oberfläche ist schon sehr schön blank. In der Mitte prangt das Logo.  Für diese Qualität bin ich dann auch gerne bereit etwas mehr auszugeben. Obwohl knapp 17 Euro für die beiden Ziehklingen wohl zu verschmerzen sind. Ich finde es toll, dass es Hersteller gibt, die mit so viel Liebe zum Detail auch solch einfache Dinge fertigen.

Die Ziehklingen im Einsatz

Die Optik der Ziehklingen verspricht übrigens nicht zu viel.  Das Schärfen schnell, der Grat hat eine gute Standzeit und es entstehen schäne Späne, kein Staub.